Wer mit dem Wohnmobil die westlichen Staaten der USA bereist, kann die schönsten Orte der Staaten besonders flexibel erkunden. Wieso diese Flexibilität also nicht nutzen, um einige der schönsten Nationalparks im Westen der USA zu besuchen?

Ein Besuch dieser lohnt sich nämlich aus mehreren Gründen: Natur- und Abenteuer-Liebhaber dürfen sich nämlich auf Vielfalt und Abwechslung freuen, die es weltweit sonst kaum zu erleben gibt.

In diesem Blogartikel möchten wir von Rent A Camper euch zeigen, was die Nationalparks hier von anderen unterscheidet und welche zu den schönsten gehören.

Was unterscheidet Nationalparks in den USA von anderen Nationalparks?

Dimension der US-Parks im Vergleich zu europäischen Nationalparks

In Europa sind die Schutzgebiete oft stark erschlossene, kleine Gebiete, während in den USA die Nationalparks oft Hunderttausende bis Millionen Hektar unberührte Natur umfassen.

Dadurch erlebt man als Besucher eine riesige Dimension von Weite und Ursprünglichkeit, die in dieser Welt kaum woanders zu finden ist.

Ökologische & Landschaftliche Vielfalt

Beeindruckend in den US-Parks sind vor allem die ökologische und auch die landschaftliche Vielfalt.

Was meinen wir damit?

Innerhalb eines Landes vereint die USA Wüsten, Hochgebirge, tropische Küsten, vulkanisches Terrain, Gletscher und gemäßigte Regenwälder.

Damit bieten die Nationalparks in den USA eine enorme Bandbreite an Ökosystemen, sodass Reisende innerhalb weniger Stunden völlig konträre Naturlandschaften entdecken können.

Vorbildliche Infrastruktur an Besucherzentren

Die Nationalparks in den USA zeichnen sich oft aus durch eine äußerst besucherfreundliche Infrastruktur:

Man setzt dort auf eine Kombination aus modern ausgebauten Besucherzentren, gut beschilderte Trails, Shuttle-Systeme und vielseitige Informationsangebote, um den Besuchern einen leichten Zugang zu den schützenswerten Gebieten zu ermöglichen.

Hier macht die USA schon vieles richtig gut, denn anderorts gibt es oft kaum Infrastruktur, wodurch die Naturparks eher durch den Tourismus belastet werden.

Weitere Aspekte sind zudem die Kombination aus Natur- und Kulturgeschichte. Viele US-Parks schützen nicht nur Landschaften, sondern auch dort liegende indigene Kulturerbestätten, Fossilienfelder oder andere historische Zeugnisse der früheren Siedlungsgeschichte. Ein wichtiger, integrativer Ansatz, der hier besonders konsequent umgesetzt wird.

Ihr würdet gerne die USA mit einem Camper oder Wohnmobil erkunden?

Rent A Camper arbeitet mit zahlreichen Wohnmobil-Anbietern zusammen. Vom Truck-Camper, über Campervans, bis hin zu geräumigen Alkoven-Modellen oder Luxury Campern mit Slide-Outs findet ihr auf unserer Vergleichsplattform eine riesige Auswahl an Modellen.

1. Yosemite National Park

Der über 3000 Quadratkilometer umfassende Yosemite National Park im Westen der USA gehört zweifelsohne zu den ikonischsten Nationalparks der westlichen USA und ist ein absolutes Must-See während eurer Camper Reise durch Kalifornien.

Der Park zeichnet sich durch imposante Granitfelsen wie den El Capitan, den markanten Aussichtspunkt Tunnel View, gigantische Mammutbäume und spektakuläre Wasserfälle aus.

Schon gewusst? Zwischen Mitte und Ende Februar kommt es am Horsetail Fall am El Capitan bei Sonnenuntergang zu einem ganz besonderen Naturphänomen. Wenn der Wasserfall genügend Schmelzwasser führt, ein klarer Himmel herrscht und die Sonne im richtigen Winkel auf den Wasserfall trifft, scheint es so, als würde der Wasserfall aus flüssiger Lava bestehen.

Mit dem Wohnmobil in den Yosemite Park:

  • Campingplätze: Es gibt 13 offizielle Campingplätze, in der Hauptsaison zw. April – Oktober sollte man vorab reservieren
  • Vorab über maximal erlaubte Wohnmobil-Länge informieren!

Yosemite Highlights:

  • Granitmonolith El Capitan: ideal für Kletterer und tolle Fotos
  • Tuolumne Meadows: subalpine Landschaft mit Tuolumne River und Bergseen
  • Yosemite Falls: bilden zusammen den höchsten Wasserfall in Nordamerika
  • Half Dome: eine der meist fotografierten Sehenswürdigkeiten
  • Tunnel View: berühmtester Aussichtspunkt aufs Yosemite Valley
  • Glacier Point: Aussicht auf High Sierra und Yosemite Valley

2. Grand Canyon National Park in Arizona

Highlights im Grand Canyon:

  • South Rim: am besten zugänglichste Teil des Parks mit vielen Aussichtspunkten und dem bekannten Rim Trail
  • North Rim: weniger besucht, aber landschaftlich ebenfalls lohnenswert
  • beliebteste Wanderungen: Bright Angel Trail & South Kaibab Trail
  • TOP 5 Aussichtspunkte: Mather Point, Yaki Point, Pima Point, Hopi Point, Trail View Overlook

Gut zu wissen:

  • Der Grand Canyon West Rim ist ebenfalls sehenswert, gehört aber nicht zum Nationalpark
  • Eintritt für den West Rim ist nicht im Nationalpark Eintritt enthalten und muss separat gezahlt werden

Der Grand Canyon ist ein wahrer Klassiker unter den Nationalparks und ein Besuch gehört zu Recht auf eure Bucket-List. Der Grand Canyon erstreckt sich über insgesamt 450 Kilometer, wovon etwa 350 Kilometer innerhalb des Parks liegen. Er ist zwischen unfassbaren 6 und 30 Kilometern breit und stellenweise über 1800 Meter tief! Am tiefsten Punkt des Canyons meandert der Colorado River durch die Schlucht.

Hierbei handelt es sich um Dimensionen, die für das menschliche Denken kaum greifbar sind. Hier müssen einst unfassbare Naturkräfte gewaltet haben um dieses natürliche Kunstwerk aus bunten Sedimentsschichten, bizarren Gesteinsformationen und beeindruckenden Plateaus zu schaffen. Genau diese Dimensionen ergeben eine Vielfalt aus Höhen- und somit Klimaunterschieden, welche die Entstehung unterschiedlicher Ökosysteme begünstigen.

Im Park erwarten euch demnach eine reiche Tier- und Pflanzenwelt mit über 1500 Pflanzen-, über 350 Vogel- 89 Säugetier- und über 47 Reptilienarten. Hinzu kommen zahlreiche Fisch- Insekten- und Spinnenarten, sowie diverse Kleinstlebewesen.

Auch kulturell ist der Grand Canyon im Fokus der frühgeschichtlichen Forschung gelandet: So weisen Spuren darauf hin, dass es bereits vor über 7000 Jahren Kulturen gab, die dort gesiedelt haben.

Bei dieser Vielfalt wundert es also nicht, dass der Grand Canyon immer wieder ganz oben in den Rankings der schönsten Nationalparks der USA landet!

Camping im Grand Canyon Nationalpark:

  • Camping ist sowohl am South Rim als auch North Rim möglich
  • Für Backcountry Cmping unterhalb des Rims benötigt ihr eine Sondergenehmigung
  • Wichtig: North Rim liegt höher als South Rim, es wird früher kalt, ggf. endet die Saison hier früher

3. Yellowstone National Park – einer der bekanntesten Nationalparks im Westen der USA

Der Yellowstone Nationalpark ist nicht nur einer der schönsten Nationalparks der USA, sondern auch der älteste Nationalpark der Welt, denn er wurde bereits im März 1872 gegründet! Er erstreckt sich über die drei Bundesstaaten Wyoming, Montana und Idaho, wobei der größte Teil mit knapp 96 % der Gesamtfläche in Wyoming liegen.

Namensgeber für den Park ist übrigens der gleichnamige Fluss im Park, der Yellowstone River. International bekannt ist der Park vor allem für seine geothermischen Phänomene, wie das berühmte Geysir Becken und heiße Quellen.

Das Gebiet des heutigen Nationalparks wurde damals von verschiedenen nativen Völkern besiedelt, welche aber im Rahmen der Nationalparkgründung und Kolonisation umgesiedelt wurden.

Als Wohnmobil-Reisender in den Yellowstone National Park:

  • Es gibt 11 Campingplätze im Park, Stellplätze müssen vorab reserviert werden
  • Tipp: So früh wie möglich buchen!

Highlights des Yellowstone Nationalpark:

  • Mammoth Hotsprings: Kalksinterterassen aus Ablagerungen des 70°C heißen Thermalwassers
  • Norris Geysir Basin: größte geothermische Becken des Nationalparks
  • Grand Canyon of Yellowstone: riesige Schlucht des Yellowstone Rivers mit Upper und Lower Falls
  • Mud Volcano Area: blubbernde Schlammvulkane
  • West Thumb Geysir Basin: dampfende Geysire
  • Old Faithful: einer der größten Geysire im ganzen Park
  • Yellowstone Lake: der größte Bergsee in Nordamerika

4. Zion National Park: rotleuchtende Felsen im Westen

Der Zion National Park, im südwestlichen Teil des Bundesstaats Utah, ist vor allem durch seine markanten roten Felsen und die tief eingeschnittenen Canyons bekannt. Nicht ohne Grund landet der US-Park regelmäßig bei Rankings zu den schönsten Nationalparks in den USA auf den ersten Plätzen.

Auf knapp 579 Quadratkilometern begeistert der Park mit einem bunten Mosaik aus eindrucksvoller Flora und Fauna, steilen, rotleuchtenden Sandsteinformationen und einem faszinierendem Hochplateau.

Hilfreiche Informationen für Camper im Zion National Park:

  • Es gibt 3 offizielle Campingplätze, eine Vorabreservierung ist verpflichtend!
  • Die Zufahrtsstraßen zum Nationalpark sind ggf. nicht für alle Fahrzeuge passierbar, am besten vorab über Höhen- und Breitenbeschränkungen informieren!

Highlights im Zion Park

  • Mehr als 240 km Wanderwege im Park
  • hunderte Kletter-Routen oder Boulder-Areas
  • Weitere Outdoor-Aktivitäten: Canyoning, Sternenbeobachtung, Mountainbiking

Beliebteste Sehenswürdigkeiten:

  • Angels Landing: beeindruckende Felsformation
  • Emerald Pools: smaragdgrüne Naturpools
  • Zion Narrows: Engstelle des Virgin Rivers mit Flusswanderung
  • Kolob Arch: längster natürlicher Steinbogen
  • Checkerboard Mesa: fasszinierender Tafelberg

5. Glacier National Park: Nationalpark im äußersten Nord-Westen der USA

Highlights dieses Nationalparks:

  • Going-to-the-Sun-Road: 80 Kilometer Panoramastraße durch den Nationalpark bis zum Logan Pass
  • Two Medicine: Two Medicine Lake und Two Medicine Creek
  • St. Mary Lake und Lake McDonald: Eiskalte, glasklare Bergseen
  • Virginia Falls und St. Mary Falls: tosende Wasserfälle in einer Bilderbuchszenerie

Was könnt ihr dort unternehmen?

  • Wanderungen auf einem der über 1100 km Wanderwege unternehmen
  • Ausreiten, die Gegend zu Pferd erkunden
  • Angeln

Der Glacier National Park, der ganz im Norden des US-Bundesstaates Montana liegt, verzaubert Besucher auf einer Fläche von über 4000 Quadratkilometern mit mehr als 700 Bergseen, verteilt in einer Landschaft aus über 170 Bergen von denen viele auf einer Höhe von mehr als 2400 Metern liegen. Namensgebend für den Park waren die über 80 bei der Gründung im Jahr 1910 vorhandenen Gletscher, von denen heute noch etwa 25 existieren. Durch den Klimawandel schwinden allerdings auch hier Jahr für Jahr die Eismassen.

Die Flora und Fauna dieses Parks ist beeindruckend und so kann man hier mit ein wenig Glück Schwarzbären, Grizzlys, Berglöwen oder Elche beobachten.

Übrigens: Der Glacier Nationalpark umfasst den von Nord nach Süd verlaufenden Hauptkamm der Rocky Mountains. Auf diesem Hauptkamm befinden sich auch die nordamerikanische kontinentale Wasserscheide und der Triple Divide Peak. Ab hier fließt das Wasser in drei verschiedene Ozeane: den Pazifischen Ozean, den Atlantischen Ozean und den Arktischen Ozean. Poetisch nennt man die Region deswegen auch „Crown of the Continent“, die Krone des Kontinents.

Hilfreiche Informationen für Wohnmobilreisende im Glacier National Park:

  • 13 unterschiedlich ausgestattete Campgrounds, von denen nicht alle Wohnmobilgeeignet sind – also vorher gut informieren!
  • 7 der 13 Parks müssen vorab reserviert werden, bei den anderen gilt das Prinzip first-come-first-serve!

Fazit – schönste Nationalparks im Westen der USA

Der Westen der USA ist ein Paradies für Naturliebhaber. Egal welchen dieser Nationalparks ihr auf eurem nächsten Roadtrip ansteuert, jeder von ihnen erzählt seine ganz eigene Geschichte. Denn sie alle zeigen eindrucksvoll, wie vielfältig, wild und wunderschön die Landschaften im (Nord-)Westen der USA sind.

Wenn ihr noch in den Reisevorbereitungen steckt, lohnt es sich, mehr als einen dieser Parks auf eure Bucket-List zu schreiben, denn einige lassen sich vielleicht sogar auf eurer Camperreise miteinander verbinden!

Solltet ihr noch Fragen zum Thema Wohnmobilreisen in den USA haben, steht euch unser Team gerne für Rückfragen zur Verfügung. Ansonsten wünschen wir an dieser Stelle erst einmal: happy travelling!

Wir beraten euch persönlich zu Camperreisen in den USA

Das Team von Rent A Camper berät gerne zu Reisen in den Westen der USA

Unsere Mitarbeiter:innen Natalie Bremke, Andreas Van den Eynde, Hannah Knobel und Jens Niepenberg sind unser USA-Team und haben alle schon einige Urlaube in den USA gemacht. Gern helfen sie euch bei der Suche nach dem passenden Camper.

Habt ihr Fragen?

Das USA-Team

Für euch erreichbar unter: +49 2233 / 92 81 581

Autorin: Alexandra Görgen

Dieser Blogartikel wurde verfasst von unserer Kollegin Alexandra. In diesem und vielen weiteren Artikeln schreibt sie über die schönsten Orte dieser Welt, die es sich lohnt auf einer Camperreise zu besuchen.