Santiago de Chile: Wohnmobile und Allradcamper

Wohnmobile und Allradcamper ab Santiago de Chile bieten einen interessanten und kontrastreichen Urlaub in Südamerika. Santiago teilt das Land schon in zwei Teile: den Norden, der auch gut in unserem Sommer bereist werden kann, und natürlich den Süden bis Patagonien und Feuerland und zum legendären Kap Hoorn.


Allradcamper?

Alle Fahrzeuge sind 4x4 angetrieben. Die einzige Ausnahme ist der Andino Camper. Wenn Sie nicht hoch hinaus wollen, reicht dieser Camper jedoch völlig aus.


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Wohnmobile ab Santiago

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Allradcamper für 2 Personen (ohne Du/WC)
Altiplano Jimny 4x4 (Jimny) ab EUR 50,-
Empfohlen für: 2 Erwachsene, 0 Kinder

Im Wohnmobil durch Chile

Chile gehört zu den ganz besonderen Reiseländern. Nicht nur, dass es aufgrund seiner völlig unterschiedlichen Klimazonen ganzjährig zum Urlaubmachen einlädt, auch die Geografie ist ungewöhnlich: 4300 km lang, aber im Schnitt nur 180 km breit. Dazu kommen die „umgedrehten“ Jahreszeiten: im Sommer ist in Chile Winter, und während unserer nasskalten Wintermonate findet man dort sommerliches Wetter.

Startpunkt für Ihre Tour mit dem Allradcamper ist Santiago de Chile. Die Hauptstadt, inmitten von Wein- und Obstgärten gelegen, befindet sich in Nähe der Hochanden und gleichzeitig nur 1,5 Stunden von der Pazifikküste entfernt. Sie liegt fast genau in der Mitte zwischen dem nördlichen und dem südlichen Teil des Landes, und nun haben Sie die Qual der Wahl: Sollen es eher Wüstenlandschaften, heiße Quellen, Salzseen und verlassene Salpeterstädte sein, oder interessieren Sie sich mehr für den grünen Süden mit schneebedeckten Vulkanen, Gletscherseen, dunklen Urwäldern und einer zerklüfteten Fjordlandschaft? Hier sind Feuerland, Kap Hoorn und die Antarktis nicht mehr weit.

Der Große Norden

Der Gran Norte erstreckt sich über 1000 km von Arica über Iquique und Antofagasta bis Taltal. Arica, die nördlichste Stadt Chiles, gehörte bis 1880 noch zu Peru. Die Stadt des ewigen Frühlings liegt über 2000 km von Santiago entfernt. Dort herrscht Wüstenklima, d.h. es regnet nie! Dennoch braucht man auf Wasser nicht zu verzichten; der malerische Pazifikstrand ist nah, verlockt zum Baden und - je nach Jahreszeit mit unterschiedlich hohen Wellen - zum Surfen. Sehenswert ist auch die Iglesia San Marcos, 1875 vom Erbauer des Eiffelturms als Fertigbau-Eisenkonstruktion errichtet.

12 km von Arica entfernt liegt das Azapa-Tal. Dort befindet sich das archäologische Museum San Miguel, in dem man sich über präkolumbische Kulturen der Region informieren kann. Highlight: die Chinchorro-Mumien. Wissenschaftler fanden heraus, dass sie vermutlich mehr als 7600 Jahre (!) alt sind.

Wenn Sie in südlicher Richtung der Ruta 5, der Panamericana, folgen, liegen kurz vor Iquique zwei verlassene Salpeterstädte, Humberstone und Santa Laura. Sie sind heute Industriemuseen.

Iquique ist eine der schönsten Städte Chiles mit ihrem Wahrzeichen, dem Uhrturm und einer Besonderheit: hölzernen Fußwegen. Als beeindruckendstes Gebäude gilt das Centro Espagnol, das vor etwas mehr als hundert Jahren im maurisch-spanischen Stil für die spanische Kolonie Iquiques erbaut wurde. Lohnenswert ist ein 600 m hochgelegener Aussichtspunkt, von dem man einen wunderbaren Blick über die Stadt, auf den Pazifik und auf El Dragón, eine mehrere hundert Meter hohe Sandddüne, geboten bekommt. Bei einer Hafenrundfahrt haben Sie die Möglichkeit, etwas über Chiles Seehelden Arturo Prat zu erfahren und sein dort gesunkenes berühmtes Schiff  Esmeralda. Nebenbei können Sie Seehunde, Seelöwen und Pelikane beobachten.

Um ins "Valle Dinosaurio" zu gelangen, verlassen Sie die Panamericana vorübergehend in südöstlicher Richtung. Durch die extreme Trockenheit der Atacama-Wüste haben sich in einer Schlucht Dinosaurierspuren an den Lehmwänden erhalten. Sie sollen sage und schreibe 100 Millionen Jahre alt sein!

Auf dem Weg nach Antofagasta, der größten Stadt des Gran Norte, liegen gleich eine ganze Reihe von Attraktionen: rund um die Oase San Pedro de Atacama die Ruinen der Festung Quitor aus dem 12. Jh., dann das „Tal des Todes“, welches zum Dünensurfen mit dem Sandboard einlädt, das „Valle de la Luna“ mit seinen atemberaubenden Sonnenuntergängen, und schließlich das höchste Geysirfeld der Welt im Hochtal von El Tatio. Hier dampft und sprudelt es aus der Erde, und das Wasser ist so heiß, dass man sich daran verbrennen kann.

Absolut sehenswert ist der „Salar de Atacama“, der größte Salzsee Chiles mit einer Fläche von ca. 3000 Quadratkilometern. Bei Sonnenuntergang bieten sich zauberhafte Fotomotive: Flamingos im türkisfarbenen Wasser stehend, dahinter eine glänzende bonbonfarbige Wüste und am Horizont schneeglitzernde Vulkane! An der ‚Laguna Cejar‘ kann man auch baden. Über 40% Salzgehalt des Sees sorgen für ein Feeling wie im Toten Meer.

Der Kleine Norden

Der Norte Chico beginnt in der Region um Copiapó klimatisch noch als Trockenwüste. Einen ausgedehnten Badestopp kann man gut in dem südlich von Caldera gelegenen Bahía Inglesa einlegen. Hier finden sich die schönsten Strände von ganz Chile.

Copiapó, Hauptstadt der Region Atacama, ist geprägt durch den Bergbau. Im 19. Jh. war es das Silber, das den Reichtum brachte. Aus dieser  Zeit findet man hier zwar überwiegend verfallene, aber dennoch schöne Patrizierhäuser. Heute sind Kupfer und Gold die Metalle, die das Geld bringen.

 

Tipps für die Fluganreise nach Chile

Bei der Auswahl des Fluges sollten Sie auf die Dauer des Fluges achten. Der Flug mit LAN Chile über Madrid ist zwar häufig etwas teurer, dafür ist die Anreise einigermaßen bequem und schnell. Flugangebote über Nordamerika nach Santiago de Chile dauern häufig sehr lang und sind mit zweimaligem Umsteigen verbunden. Es ist ebenso sinnvoll, das Wohnmobil erst am Folgetag zu übernehmen. Die Übergabe erfordert Zeit und Konzentration.