Nord- oder Südinsel?

Um den grünen Inselstaat im südlichen Pazifik richtig kennenzulernen, bieten sich Rundreisen in Campervans oder im Motorhome an. Zwar kann man auch im Mietwagen mit vorgebuchten Unterkünften flexibel unterwegs sein, aber ein Wohnmobilurlaub ist einfach eine damit nicht zu vergleichende Erfahrung. Spätestens nach einer gemütlichen Nacht im Camper barfuß im Morgentau direkt am Fjord stehen, den dampfenden Kaffeebecher in der Hand – da sind die Gedanken an ein Hotelzimmer sowieso verflogen.

Neuseeland besteht aus zwei Haupt- und mehreren kleinen Inseln. Es ist kein sehr großes Land, bietet aber auf kleinem Raum unfassbar abwechslungsreiche Naturlandschaften: dichte Wälder, Strände, gewaltige Fjorde, schneebedeckte Berge, glitzernde Seen und zerklüftete Küsten und Gletscher. Kurzum: Im Süden entdecken Sie die einmalige Fjord- und Berglandschaft mit ihren Gletschern, und im hügeligen Norden reiht sich ein schöner Strand an den nächsten. Die Entscheidung fällt schwer – die Einheimischen sind jedoch in beiden Landesteilen in puncto Herzlichkeit und Gastfreundschaft nicht zu übertreffen.

Camper Mietpreis pro Tag im Jahresverlauf

Beispielhaft anhand der günstigsten Preise pro Tag für einen Sleepervan (Preise variieren je nach Verfügbarkeit und Buchungszeitraum)

MonatJanuarFebruarMärzAprilMaiJuniJuliAugustSeptemberOktoberNovember Dezember
Preis € 80€ 110€ 105€ 39€ 91€ 75€ 88€ 100€ 100€ 100€ 100 € 100

Ihr Urlaubscamper in Auckland

Wann ist die beste Reisezeit für Neuseeland?

Jede Jahreszeit hat in Neuseeland seinen Reiz. Durch die Lage auf der Südhalbkugel sind die Jahreszeiten den europäischen genau entgegengesetzt. Die Temperaturen sind ganzjährig angenehm, und das Wetter lädt zu allerhand Outdooraktivitäten ein.

Klimadiagramm Auckland, Neuseeland

Informationen zu Temperaturen und Niederschlägen im Jahresdurchschnitt

Neuseeländische Jahreszeiten im Überblick

Im neuseeländischen Winter (Juni bis August) variieren die Tagestemperaturen. Sie liegen im Durchschnitt zwischen 11° – 16° Celsius. Verschneite Bergspitzen und klares Wetter sind also vorprogrammiert. In diesen Monaten wird es Richtung Süden tendenziell kälter, und Richtung Norden ist mit mehr Niederschlag zu rechnen. Bei Sonnenschein ist es sehr schnell wunderbar warm, wobei man deutlich den Unterschied der erhöhten UV-Strahlung spürt. Sonnenschutz sollte man gerade deswegen nicht vergessen: In Neuseeland bekommt man sehr schnell Sonnenbrand – und Sonnencremes sind in Deutschland deutlich günstiger zu bekommen. Allerdings kann das Wetter auch schnell umschlagen: Regenbögen lassen sich immer gut bestaunen.

Im neuseeländische Frühling von September bis November klettert das Thermometer bis auf 19°C. Die Atmosphäre ist eine ganz besondere: Blüten und Knospen wachsen in bunten Farben, hier und da sind neugeborene Lämmer auf den Weiden zu sehen, und die grollenden Wasserfälle sind prall gefüllt durch die Wassermassen aus den Bergen. Im Frühling sind vergleichsweise wenig Urlauber im Land unterwegs. So haben Sie die besten Möglichkeiten, die Natur beim Erwachen an vielen schönen Stellen ganz privat zu genießen.

Ganz im Zeichen von Strand, Meer und Sonne stehen die Sommermonate Dezember, Januar und Februar mit vielen Sonnenstunden und wenigen Regentagen. Mit Temperaturen bis zu 32°C laden aber nicht nur die Küsten zum Schnorcheln und Schwimmen ein. Zahlreiche Seen an der Fahrtstrecke eignen sich hervorragend für eine spontane Abkühlung. Es lohnt sich darüber nachzudenken, Weihnachten und Silvester vielleicht mal ganz anders zu verbringen: angenehm warm und mit sehr viel Sonnenschein.

Von März bis in den Mai taucht der Herbst die neuseeländischen Landschaften in leuchtende Gold- und Orangetöne. Dabei sind die Tage noch relativ lang, und die Tageshöchsttemperaturen können noch knapp an die 20°C-Marke heranreichen.

Unser Tipp: Es gibt wenig Länder, die so perfekt für einen Urlaub mit Wohnmobil oder Camper geeignet sind wie Neuseeland! So viele fantastische Orte, die man nicht einfach nur mit dem Auto bereisen, sondern an welchen man sogar schlafen kann! Wer möchte schon abends in ein Hotel zurückkehren, wenn man stattdessen mit Lagerfeuer und Decke den Sternenhimmel betrachten kann?! Es gibt viel zu entdecken – zu jeder Jahreszeit!

Wir beraten Sie persönlich

Natalie Bremke war selbst mehr als zehn Monate mit dem Camper in Neuseeland unterwegs – sie liebt dieses kleine Land.

Haben Sie Fragen?

Natalie Bremke

Für Sie erreichbar unter: +49 2233 / 92 81 581

Vermietstationen Nord- und Südinsel

Für alle, die viel sehen möchten, haben wir eine gute Nachricht: Einwegmiete in Neuseeland ist möglich. Wer also die Nord- und Südinsel entdecken möchte, kann diese Option nutzen und den Camper einfach an einem anderen Rückgabeort abgeben. Zwischen Wellington und Picton verkehrt mehrmals täglich eine Fähre. Die Überfahrt dauert 3,5 Stunden und ist problemlos mit dem Camper möglich. Jedoch sollten die Tickets besonders in der Hauptsaison früh gebucht werden.

Neuseeland bietet dem Besucher eine reichhaltige Fülle an unvergleichlichen Naturschauspielen. Die beiden Inseln sind etwa so groß wie Großbritannien, man muss sich daher nicht unbedingt vier bis sechs Wochen Zeit nehmen – aber genügend Zeit vor Ort zu haben ist einfach angenehm. Mit Muße durch die Landschaft fahren – anhalten und die Natur genießen.

Neuseelands Regionen

Nordinsel

Auch wenn sich die Südinsel größter Beliebtheit erfreut, wird die Nordinsel zu Unrecht vernachlässigt. Ein paar der schönsten Orte finden sich hier. Der kristallklare große See Lake Taupo; die heißen Quellen und blubbernden Schlammlöcher sowie meterhohe Geysire in der Nähe von Rotorua; der nördlichste Punkt Neuseelands, Cape Reinga, und gleichzeitig der wichtigste religiöse Ort der Maori.

Unsere Stationen: Auckland und Wellington

Südinsel

Idealer Ausgangspunkt für eine Tour mit dem Camper bzw. der Übernahme von Motorhomes ist Christchurch, die Gartenstadt mit ihren zahlreichen Parks und Grünanlagen. Der Mount Cook und der Milford Sound gehören der Erfahrung nach zu den Hauptattraktionen auf der Südinsel. Hier geben sich innerhalb kurzer Zeit und Strecke die unterschiedlichsten Naturwunder die Klinke in die Hand. Es ist jedes Mal aufs Neue faszinierend, was Neuseeland an Natur zu bieten hat. Selbst bei einem dreistündigen Spaziergang in der richtigen Gegend kann man Landschaften sehen, die an Schweden, Island oder exotische Länder mit Regenwäldern erinnern. Der nächste Wasserfall oder einsame Strand ist natürlich auch nie weit! Wer Nationalpark-Fan ist, der sollte auf der Südinsel seinen Urlaub verbringen. Hier gibt es neun Stück!

Unsere Stationen: Christchurch und Queenstown

Was bedeutet self-contained?

Wer seine Wohnung inklusive gefülltem Kühlschrank im Reisemobil bereits mit sich führt, hat die Freiheit, an jedem schönen Fleck Halt zu machen und spontan eine Mahlzeit oder auch nur eine Tasse Kaffee zubereiten zu können. Vor allem die größeren Wohnmobile mit Selfcontainment-Möglichkeiten – also einem in sich geschlossenen Abwassersystem mit Toilette und Einbauküche – haben es besonders leicht in Neuseeland. Dort werden nämlich zahlreiche kostenlose Stellplätze für bis zu zwei Nächte an wunderschönen Ecken angeboten. Sie bieten zwar keinen Anschluss für Strom, aber oft eine öffentliche Toilette, die man ebenfalls benutzen kann.

Aufgepasst: Gerade in der Hochsaison, wenn sich viele Backpacker auf der Insel befinden, kontrollieren die neuseeländischen Ordnungsämter jene kostenlosen Stellplätze häufiger. Alle nicht mit dem typischen Selfcontainment-Schild ausgestatteten Camper können sich auf ein saftiges Bußgeld von circa 200 NZD gefasst machen. Gerade beliebte Gegenden wie die Coromandel Halbinsel sind davon betroffen. Aber ein Campingplatz findet sich schnell.

Unterwegs: Fahren in Neuseeland

Achtung Linksverkehr!

Achten Sie in den ersten Tagen auf einsamen oder wenig befahrenen Straßen besonders sorgfältig darauf links zu fahren. Die Erfahrung hat gezeigt, dass es in den Städten mit dem Camper am einfachsten ist, dem Straßenverkehr zu folgen. Die meisten Kleinstädte bestehen allerdings oft genug nur aus einer Hauptstraße, so dass dies weniger ein Problem darstellt als auf Straßen in den Bergen. Mittlerweile finden sich jedoch gerade an den gefährlichen Kreuzungen immer häufiger Pfeile, die auf die richtige Seite hinweisen. Keine Angst, der Umstieg gelingt den meisten viel schneller als gedacht!

Tempolimit

Innerorts gilt ein Tempolimit von 50 km/h sowie außerorts eine Beschränkung auf 100 km/h. Bei einigen Schotterstraßen und kurvigen Pisten erscheint diese Geschwindigkeitsbegrenzung als zu großzügig, vor allem, wenn man als Fahrer die Strecke nicht gut kennt und deutlich langsamer unterwegs ist. Finden Sie Ihr eigenes Tempo – und falls ein einheimischer Autofahrer vorbei möchte: Einfach kurz links ran fahren und sich überholen lassen. So haben alle eine entspannte Fahrt.

Weitere Verkehrsregeln

Wie in Deutschland herrscht auch in Neuseeland Handyverbot am Steuer. Außerdem muss sich jeder Fahrzeuginsasse ordnungsgemäß anschnallen.

Anders als in Deutschland finden sich hier schraffierte Flächen. Diese dienen in Neuseeland als Abbieger- oder Einfädelspur.

Eine orange gestrichelte Linie am Rand der Straße markiert Park- und Halteverbot, auch wenn dies nicht extra ausgeschildert ist.

Einen Camper in Neuseeland kaufen oder mieten?

Bei den Preisen in der Hochsaison oder bei längeren Aufenthalten kommt der ein- oder andere schon einmal auf die Idee, einen Camper in Neuseeland zu kaufen statt zu mieten. Die Kosten können bei sehr langen Reisen tatsächlich günstiger scheinen, aber wer will schon die Zeit des Kaufs oder des Verkaufs mit einberechnen? Wer trägt das Risiko, und wie kann man sich versichern? Was passiert bei einem Unfall? Wie kann ich das Wohnmobil wieder verkaufen?

Unser Tipp aus Erfahrung: Bei einer Reise bis zu zwei Monaten ist mieten praktischer und preisgünstiger sowie komfortabler.


Profitieren Sie von unserem Expertenwissen

Im Video präsentieren Jutta Lieb und Gero Spoerer unsere vielen neuseeländischen Vermieter: von Apollo bis Pacific Horizon. Auch die wichtigsten Fahrzeugtypen werden unter die Lupe genommen und die vier Kategorien HiTop-Camper, Campervan, teilintegriertes Wohnmobil und Alkoven-Wohnmobil anschaulich erklärt.


Unsere Vermieter & Partner vor Ort

Apollo Camper

Apollo Camper gehört zu den großen australi­schen Vermietern und ist seit langem schon in Neuseeland vertreten. Es gibt eine umfangreiche Fahrzeug­palette, die auf die Bedürfnisse des großen Landes ausgerichtet ist.

Spitzenwohnmobile in Australien

Die Wohnmobile von Maui gehören zum besten, was auf Neuseelands Straßen unterwegs ist. Für jeden Geschmack ist das passende Modell dabei.

Vielseitigkeit ist angesagt

Vom kleinen Hitop-Camper bis zum gelände­gängigen Allradcamper hat Britz alle Facetten der Modellstruktur im Angebot. Ein beliebter Partner auch bei unseren Kunden.

Gute Wohnmobile

McRent ist in Europa groß geworden, und nun gibt es sie auch in Neuseeland. Die Auswahl ist nicht so groß wie z.B. in Deutschland, aber der hohe Qualitätsstandard ist der gleiche.

Flotte Flitzer

Die Campervans von Escape werden gebraucht gekauft, ordentlich aufgemöbelt und gehen anschließend mit neuem Interieur auf die Straße.

Gebraucht und gut

Die Camper von Apollo kommen nach drei Jahren in den Flottenpark von Cheapa Campa. Dort werden sie erneut geprüft, gecheckt und aufbereitet und gehen nochmal ein paar Jahre auf die Straße. Preisgünstig steht schon im Namen.

Das zweite Leben von Britz und Maui

Mightys Wagenflotte besteht aus Fahrzeugen der Marken Maui und Britz. Nach einer General­über­holung werden die Camper wieder unter dem Namen Mighty weitervermietet.

Travellers Autobarn

Travellers Autobarn sucht für seine Flotte Gebraucht­wagen auf dem Markt. Anschließend bekommen sie eine frische Inneneinrichtung und gehen dann zu günstigem Preis auf Tour.

Neuer geht’s nicht

Die Star-RV-Wohnmobile kommen ganz frisch aus der Werkstatt. Sie bleiben nur ein halbes Jahr auf der Straße und werden dann verkauft oder gehen in die Flotte von Apollo. Keine Kompromisse.

Neuseeland Reiseinfos & Wissenswertes

Einreise & Ortszeit

Sie benötigen zur Einreise einen Reisepass, der noch drei Monate nach Reiseende gültig ist sowie ein Rück- oder Weiterflugticket. Bleiben Sie kürzer als drei Monate im Land, benötigen Sie als deutscher Staatsangehöriger kein Visum.
Wenn Sie in Neuseeland gelandet sind, müssen Sie Ihre Uhr um 10 Stunden vorstellen. Während der Winterzeit beträgt der Zeitunterschied +12 Stunden.

Bezahlen & Telefonieren

Offizielle Landeswährung ist der neuseeländische Dollar. Bargeld kann mit der Kreditkarte am Automaten abgehoben werden. In den meisten Fällen geht dies auch mit der EC-Karte. Falls Sie unsicher sind, kontaktieren Sie vor der Abreise Ihre Hausbank. Kreditkartenzahlung ist in Neuseeland weit verbreitet. Die meisten Geschäfte, Restaurants und Tankstellen akzeptieren Kartenzahlung.

Sie können Ihre deutsche SIM-Karte in Neuseeland benutzen, jedoch ist dabei zu beachten, dass oft übermäßig hohe Roaming-Gebühren anfallen. Wir empfehlen Ihnen deshalb, vor Ort oder vor der Abreise eine Prepaid-Karte eines neuseeländischen Telefonanbieters zu kaufen oder ganz einfach auf das WiFi in Restaurants oder Geschäften zurückzugreifen.

Sprache & Kultur

In Neuseeland gibt es drei offizielle Landessprachen: Englisch, Maori und die neuseeländische Gebärdensprache. Mit einem “Kia ora” = Maori für “Guten Tag” und einem “Good as gold”, was soviel heißt wie “Passt so”, kommen Sie den Muttersprachlern schon ein gutes Stück näher.

Bei den Maori steht die Natur im Mittelpunkt: Helden, Legenden und Phänomene aus der Vergangenheit werden Sie immer wieder auf Ihren Reisen begegnen. So können Sie z.B. im Kauri-Wald von einem ortsansässigen Geschichtenerzähler viel über die Bedeutung des Waldes lernen. In Rotorua besteht die Gelegenheit, Holzschnitzern bei der Bearbeitung ihrer Kunstwerke zuzusehen.

Essen & Einkaufen

In kleineren Orten schließen die Lebensmittelläden in einigen Fällen schon um 17 Uhr. Große Malls und Supermärkte in größeren Städten haben wochentags meist bis 18 Uhr geöffnet und bieten in einigen Fällen Late-Night-Shopping bis 21 Uhr an.

Neuseeland ist bekannt für seine Meeresfrüchte und Lammfleisch. Beides findet man oft auf den Speisekarten der Restaurants. Als Snack zwischendurch steht auch Fish & Chips hoch im Kurs. Hāngī-Esse der Maori ist eine traditionelle Zubereitungsart. In Erdöfen oder auch in Thermalquellen werden verschiedene Sorten Fleisch und Gemüse über mehrere Stunden in einem deftigen Sud gegart.

Gesundheit & Versorgung

Die medizinische Infrastruktur in Neuseeland ist sehr gut. Krankenhäuser und Fachärzte gibt es in allen größeren Städten. In kleineren Orten ist die Versorgung mit Allgemeinmedizinern überall gewährleistet. Bitte schließen Sie vor der Abreise eine Auslandskrankenversicherung ab. Im Falle eines Notfalls erreichen Sie Polizei und Rettung über die Nummer 111.