Polen: Wohnmobile mieten

Alle Vermieter in POLEN im Preisvergleich


Unsere eigenen Erfahrungen

Gero Spoerer hat sich Polen mit dem Wohnmobil (und Kind und Kegel) ganz genau angesehen und ist begeistert!

Gero Spoerer


Polens Highlights

Die schönsten Städte Polens, wie z.B. WarschauKrakau, Posen oder Danzig, kann man recht gut mit dem Wohnmobil bereisen. Aber auch die vielfältigen Naturplätze wie das Riesengebirge, Schlesien und die masurische Seenplatte sind ein perfektes Ausflugsziel.
Es gibt ausreichend und preiswerte Campingplätze und Wohnmobilstellplätze in Polen.


Was muss ich in Polen gesehen haben?


- Warschau

Los geht es in Polens Hauptstadt Warschau. Die historische Altstadt mit ihren verschiedenen Architekturstilen wurde im 2. Weltkrieg komplett zerstört und anhand von Gemälden des italienischen Künstlers Canaletto aus dem 18. Jhdt. rekonstruiert. Zwischen 1946 und 1953 wurde die Altstadt dann zusammen mit der Neustadt und der Krakauer Vorstadt originalgetreu wiederaufgebaut. Diese, übrigens weltweit größte Rekonstruktion einer Bebauung, hat die UNESCO 1980 zum Weltkulturerbe erklärt.
Der zentral gelegene Marktplatz ist ein guter Ausgangspunkt für einen Stadtbummel. In der Mitte steht das Wahrzeichen Warschaus, die Seejungfrau, auf einem von Wasser umspielten Sockel. Die Figur, halb Mensch und halb Fisch, ziert viele Wappen und findet sich sowohl an Wirtshausschildern als auch auf Häuserfassaden in Stein gemeißelt. Drumherum stehen im Sommer die Sonnenschirme und Tische der umliegenden Cafés und Bars. Von da aus hat man einen wunderbaren Blick auf die bunt gestrichenen Patrizierhäuser.
Ganz in der Nähe befindet sich das Königsschloss, der einstige Sitz der polnischen Herrscher. Im Inneren kann man die königlichen Gemächer und den Thronsaal bewundern, aber auch die bereits erwähnten Gemälde von Canaletto und Originale von Rembrandt. Wunderbar zum Entspannen eignen sich die angrenzenden Schlossgärten, die im Stil der 20er und 30er Jahre des letzten Jhdts. angelegt wurden.
Imposant ist der im Zentrum gelegene Kulturpalast. Der 237 Meter hohe Wolkenkratzer wurde in den 50er Jahren des letzten Jhdts. im Stil des Sozialistischen Realismus auf Anordnung Stalins errichtet und erinnert architektonisch an das Empire State Building in New York. Heute befinden sich auf 44 Stockwerken neben Büroräumen mehrere Bildungseinrichtungen, Kinos,Theater, verschiedene Museen und ein Einkaufszentrum.
Für eine Verschnaufpause geeignet ist der Lazienki-Park mit Amphitheater, Orangerie, einem chinesischen Garten und dem weißen 'Wasserpalast'. Tipp: Im Park finden von Mai bis September jeden Sonntag um 12 und um 16 Uhr Chopin-Konzerte statt, zu denen jede/r Zutritt hat.
Etwas Besonderes ist auch ein Spaziergang auf der begehbaren Stadtmauer zwischen Altstadt und Neustadt, die größtenteils noch erhalten ist.
Sehr beliebt sind die Wege längs der Weichsel, die als die 'Königin der polnischen Flüsse' bezeichnet wird, weil sie komplett durch Polen, aber nicht durch angrenzende Länder fließt. An den Stränden des Flusses sitzen die Menschen gerne und entspannen, picknicken oder entzünden abends Lagerfeuer.
Nicht vergessen werden dürfen das Museum des Warschauer Aufstandes, das den zweiten Aufstand der Polen gegen die deutsche Besatzungsmacht 1944 zum Thema hat, sowie das Warschauer Ghetto, das gleichzeitig Mahnmal und Gedenkstätte ist und an die Verbrechen der Nationalsozialisten an den polnischen Juden ab 1940 erinnert, die zunächst hierhin zwangsumgesiedelt wurden, bevor dann die Deportationen in die Vernichtungslager begannen.
Zu empfehlen sind die Walking Tours auf Spendenbasis. Die Führungen haben einen speziellen Themenschwerpunkt, wie z.B. "Warschau im Krieg", "Das jüdische Warschau" oder "Warschau Street Art".


- An die Ostsee und nach Danzig

Einen Badeurlaub mit der ganzen Familie kann man sehr gut an der polnischen Ostsee machen. Hier gibt es Dünen- und Waldlandschaften und kilometerlange Sandstrände. Klassische Seebäder sind Swinemünde in der Nähe der Grenze zu Deutschland oder Kolberg weiter östlich, das für seine Solequellen bekannt ist. Beide liegen im Verwaltungsbezirk Westpommern.
Tipp: Es gibt auch einige Hundestrände für alle Wohnmobilisten, die mit Vierbeinern unterwegs sind.

Wer per Flugzeug an die Ostsee reist, kommt in Danzig an. Die geschichtsträchtige ehemalige Hansestadt liegt am Fluss Mottlau. Der Hafen ist der Größte des Landes. In Danzig steht eine der größten Hallenkirchen der Welt, die Marienkirche. Der monumentale gotische Backsteinbau wurde im 14. Jhdt. begonnen und erst 1502 beendet. Ein Stadtbummel ist absolut lohnenswert. Beginnen kann man auf dem historischen Marktplatz Langer Markt. Dort steht auch der Artushof mit seiner prächtigen Renaissancefassade. Zusammen mit dem Neptunbrunnen sind sie die Wahrzeichen der Stadt. Daneben befindet sich gleich ein weiterer Blickfang: das Rechtstädtische Rathaus, in dem heute das Stadtmuseum seinen Sitz hat. Bernstein kauft man am besten in der Mariacka (Frauengasse) mit ihren schönen Bürgerhäusern samt "Beischlägen" (erhöhte Terassen direkt vor der Haustür).


- Ostsee-Insel Wollin

Östlich von Swinemünde und 60 km nördlich von Stettin liegt Polens größte Insel Wollin. Sie trennt die Pommersche Bucht und das Stettiner Haff. Wollin verfügt über sehr schöne Strände und einen 11.000 Hektar umfassenden Nationalpark, in dem vom Aussterben bedrohte Wisente (europäische Bisons) leben.
Wollin ist auch per Fähre gut zu erreichen, von Usedom, von Ystad in Schweden und von Kopenhagen aus.


- Durch Schlesien nach Breslau

Im Südwesten Polens liegt Schlesien. Die Hauptstadt von Niederschlesien ist das geschichtsträchtige Breslau, für das man sich auf jeden Fall Zeit nehmen sollte.
Eines der Wahrzeichen der europäischen Kulturhauptstadt 2016 ist der Breslauer Dom. Die beiden Türme der gotischen Kathedrale messen jeweils 98 Meter. Hier befindet sich ein Aussichtspunkt, von dem man einen wunderbaren Blick über die ganze Stadt genießt. Von hier aus kann man auch die über 20 Inseln und ca. 130 Brücken sehen, da Breslau nicht nur an der Oder liegt, sondern auch noch von vier Nebenflüssen umgeben ist.
Breslau hat noch eine ganze Reihe weiterer schöner Kirchen aus unterschiedlichen Epochen zu bieten, von denen die romanische Ägidiuskirche besonders sehenswert ist, weil sie aus der ersten Hälfte des 13. Jhdts. stammt und damit das älteste erhaltene Gebäude der Stadt ist.
Einen weiteren Blickfang stellt das gotische Alte Rathaus mit seiner astronomischen Uhr dar. Im Rathauskeller empfiehlt es sich natürlich, einmal die berühmte schlesische Küche auszuprobieren.
Beliebte Fotomotive sind die vielen sorgfältig restaurierten Bürgerhäuser aus der Gründerzeit, aber auch aus Renaissance und dem Barockzeitalter, wie sie vor allem rund um den Ringmarkt zu finden sind.
Eine moderne Attraktion - und nicht nur bei Kindern beliebt - sind die Breslauer Zwerge, die es seit den 80er Jahren des letzten Jhdts. gibt, zunächst als Graffitis von der antikommunistischen Bewegung als Protest gegen das herrschende Regime. 2003 wurde dann zum ersten Mal ein Exemplar aus Bronze aufgestellt, und seitdem sind die "Krasnale" nicht mehr aus dem Stadtbild wegzudenken. Nach neueren Schätzungen soll es inzwischen mehr als 400 der bronzenen Statuen geben. Jedes Jahr im September findet hier das internationale Zwergenfestival statt mit einem Zwergendorf und großer Parade.

In südöstlicher Richtung geht es weiter nach Oberschlesien.
Als Hauptstadt dieser Region gilt Oppeln. Dort gibt es einen schönen Marktplatz (Ring) mit Bürgerhäusern aus dem 18. Jhdt., ein Rathaus in der Architektur des Klassizismus und die Kathedrale zum Heiligen Kreuz aus dem 13. Jhdt.
Nur etwa 40 km südöstlich liegt der malerische Wallfahrtsort St. Annaberg auf einem ehemaligen Vulkanberg gleichen Namens. Die Wallfahrtsbasilika, das Kloster und der Kalvarienberg bilden eine Einheit.
Bekannter als Oppeln ist Kattowitz, mit über 40% Grünflächen die grünste Stadt in ganz Polen. Hier findet man neben futuristischer Architektur auch eine schlesische Besonderheit: die Schrotholzkirche. Die Erzengel-Michael-Kirche aus dem 16. Jhdt. ist typisch dafür mit ihrem tief heruntergezogenen überstehendes Dach und dem dunkel gebeizten Kiefernholz. In den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts gab es in Schlesien etwa 130 Holzkirchen dieser Bauweise.


- Krakau

Bis Ende des 16. Jhdts. war Krakau die Hauptstadt des Landes und wird auch heute manchmal als die "heimliche Hauptstadt Polens" bezeichnet. Die historische Altstadt wurde schon 1978 zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt.
Einen Rundgang beginnt man am besten auf dem Hauptmarkt (Rynek Glowny), einem der größten mittelalterlichen Marktplätze in Europa. Hier gibt es jede Menge Restaurants und Cafés, von denen man einen wunderbaren Blick auf beeindruckende Kirchen und Paläste genießt. Unbedingt einen Besuch abstatten sollte man der backsteingotischen Marienkirche. In ihrem Inneren befindet sich der größte Altar Europas, ein Hochaltar aus der Werkstatt des berühmten Bildhauers und -schnitzers Veit Stoß aus dem 15. Jhdt. Mitten auf dem Marktplatz erheben sich unübersehbar die Tuchhallen, in denen bereits im Mittelalter Stoffe von flämischen und englischen Tuchhändlern feilgeboten wurden. Heute gibt es dort stattdessen Kunst & Kitsch und Restaurants. Fotogen ist die Architektur der Fassaden im Renaissancestil.
Ebenfalls in der Innenstadt befindet sich ein polnisches Nationalheiligtum: die Wawel-Kathedrale, Krönungs- und Beerdigungsstätte für Könige und Erzbischöfe seit rund 1000 Jahren. Kathedrale und Schloss mit Park liegen 20m erhöht mit einem schönen Blick auf die Weichsel. Kinder interessieren sich natürlich besonders für die angrenzende Höhle, in der vor vielen Jahren einmal der feuerspeiende Wawel-Drache gehaust haben soll.
Unbedingt genannt werden muss das Museum in Oskar Schindlers Fabrik. In der Ausstellung wird das Leben der Juden im Krakauer Ghetto nachgezeichnet sowie das der Fabrikarbeiter, die Oskar Schindler während der Herrschaft der Nationalsozialisten vor der Deportation und Ermordung gerettet hat.
In der Nähe von Krakau befindet sich eines der wichtigsten Symbole des Holocausts: die Gedenkstätte KZ Auschwitz-Birkenau. Es war das größte deutsche Vernichtungslager während der Zeit des Nationalsozialismus und gehört heute zum UNESCO-Welterbe.


- Wandern im Tatragebirge

Die Tatra ganz im Süden Polens gehört zur Gebirgskette der Karpaten. Sie liegt zu einem Drittel in Polen, die anderen zwei Drittel gehören zur Slowakei. Die Hohe Tatra ist das kleinste Hochgebirge der Welt mit ihrem höchsten Berg, dem Rysy (2499 Meter). Im Sommer sind im Tatra Nationalpark viele Wanderer unterwegs zu malerisch gelegenen Bergseen und Wasserfällen. Mit etwas Glück kann man auf heimische Wildtiere stoßen, wie Gemsen, Murmeltiere, Luchse oder Bären. Es gibt rund 225 km ausgewiesene Wanderwege. Auch Mountain-Biker trifft man häufig, und Paraglider trainieren ebenfalls gerne in diesem Gebiet.
Der Wintersport wird hier natürlich ganz groß geschrieben. Das bekannteste Wintersportzentrum des Landes befindet sich in Zakopane. Dort wurden schon viele internationale Skispringen, Biathlon-Wettbewerbe und Weltcuprennen im Slalom ausgetragen. Wer den Winter gemütlicher angehen lassen möchte, dem sei eine wildromantische Fahrt mit dem Pferdeschlitten empfohlen.


Tipp: Kombination Polen & Baltikum

Polens Hauptstadt Warschau liegt mitten im Land. Von hier aus kann man Krakau im Südwesten oder aber dem Norden mit seinen schönen Küsten und den Städten Stettin und Danzig einen Besuch abstatten. Bernstein können Sie fast überall entlang der Ostsee kaufen oder selbst suchen.
Die masurische Seenplatte mit malerischen Orten im Nordosten Polens ist immer einen Ausflug wert. Sie besticht durch eine einzigartige Flora und Fauna.
Von dort aus sind dann die baltischen Staaten Litauen, Lettland und Estland mit dem Wohnmobil gar nicht mehr weit.


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